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Lollipopping beim Hanfanbau – Mehr Energie für bessere Blüten

8. März 2026 durch
Lollipopping beim Hanfanbau – Mehr Energie für bessere Blüten
Zauber - Blüten Hanf GmbH, Sebastian Hampl
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Beim Indoor- und Gewächshausanbau von Cannabis gibt es viele Techniken, um die Pflanzen zu optimieren. Eine besonders effektive Methode ist das sogenannte Lollipopping. Dabei werden bestimmte Pflanzenteile entfernt, damit die Pflanze ihre Energie gezielt in die oberen Blütenstände investieren kann.

Was ist Lollipopping?

Der Begriff Lollipopping beschreibt eine Schnitttechnik, bei der die unteren Triebe und kleinen Blütenansätze entfernt werden. Dadurch sieht die Pflanze am Ende etwas wie ein Lollipop (Lutscher) aus – unten ein freier Stiel und oben eine dichte Blütenkrone.

Der Hintergrund:

Die unteren Pflanzenteile bekommen meist weniger Licht und produzieren deshalb nur kleine, lockere Blüten („Popcorn Buds“). Durch das Entfernen dieser Bereiche konzentriert sich die Pflanze auf die Hauptblüten im oberen Bereich, die deutlich größer und kompakter werden können.

Vorteile von Lollipopping

Diese Methode bringt mehrere Vorteile im Anbau:

  • Größere und dichtere Blüten im oberen Bereich

  • Bessere Luftzirkulation unter der Pflanze

  • Weniger Risiko für Schimmel und Krankheiten

  • Effizientere Nutzung von Licht und Nährstoffen

Gerade beim Indoor-Anbau mit begrenztem Licht lohnt sich diese Technik besonders.

Wann sollte man Lollipopping durchführen?

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend.

Am besten eignet sich:

  • Ende der Wachstumsphase (Vegetationsphase)

  • oder früh in der Blütephase (ca. Woche 1–3)

Zu spät sollte man nicht schneiden, da die Pflanze sonst unnötigen Stress während der Blüte bekommt.

Viele Grower führen das Lollipopping ein bis zwei Wochen vor der Blüteumstellung durch.

Wie funktioniert Lollipopping Schritt für Schritt?

  1. Pflanze genau ansehen

    Identifiziere schwache Seitentriebe und Blütenansätze im unteren Drittel.

  2. Unteres Drittel freischneiden

    Entferne kleine Triebe und Blätter im unteren Bereich der Pflanze.

  3. Schwache Triebe entfernen

    Alles, was nicht genug Licht bekommt oder sehr dünn wächst, kann entfernt werden.

  4. Sauberes Werkzeug verwenden

    Eine scharfe und desinfizierte Schere verhindert Krankheiten.

  5. Nicht übertreiben

    Entferne maximal 20–30 % der Pflanze auf einmal, damit sie sich gut erholen kann.

Worauf sollte man achten?

Beim Lollipopping gibt es ein paar wichtige Punkte:

Nicht zu früh schneiden

Junge Pflanzen brauchen ihre Blätter noch für die Entwicklung.

Stress vermeiden

Zu starkes Beschneiden kann das Wachstum kurzfristig bremsen.

Gesunde Pflanzen voraussetzen

Nur kräftige Pflanzen sollten beschnitten werden.

Mit anderen Techniken kombinieren

Lollipopping funktioniert besonders gut zusammen mit Methoden wie:

  • Topping

  • Low Stress Training (LST)

  • SCROG (Screen of Green)

Fazit

Lollipopping ist eine einfache, aber wirkungsvolle Technik, um den Ertrag und die Qualität der Blüten zu verbessern. Durch das Entfernen der unteren Triebe konzentriert die Pflanze ihre Energie auf die wichtigsten Blütenstände.

Wer diese Methode richtig anwendet, kann größere, kompaktere und hochwertigere Blüten ernten.

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