🇨🇠CBD bestellen in der Schweiz: Was ist erlaubt und worauf sollte man achten? (2026)
CBD-Produkte sind in der Schweiz mittlerweile weit verbreitet. Von CBD-Blüten über Kosmetik bis zu verschiedenen Hanfprodukten gibt es eine große Auswahl – sowohl in Schweizer Geschäften als auch online.
Doch darf man CBD in der Schweiz einfach bestellen? Wie sieht es mit dem THC-Gehalt aus? Und gelten fĂĽr CBD-Ă–l dieselben Regeln wie fĂĽr CBD-BlĂĽten?
Die Antwort ist etwas komplizierter als ein einfaches Ja oder Nein. Denn in der Schweiz kommt es nicht nur auf den THC-Gehalt, sondern auch darauf an, um welche Art von Produkt es sich handelt und wofĂĽr es bestimmt ist.
In diesem Ratgeber schauen wir uns die wichtigsten Punkte fĂĽr 2026 genauer an.
Ist CBD in der Schweiz legal?
CBD – kurz für Cannabidiol – unterliegt in der Schweiz grundsätzlich nicht dem Betäubungsmittelgesetz.
Bei Cannabisprodukten ist allerdings der THC-Gehalt entscheidend. Cannabisprodukte mit weniger als 1 % THC fallen grundsätzlich nicht unter das Betäubungsmittelgesetz.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes Produkt mit weniger als 1 % THC frei verkauft werden darf.
Je nach Produkt können weitere Vorschriften gelten – beispielsweise das Lebensmittel-, Heilmittel-, Chemikalien- oder Kosmetikrecht.
👉 Eine ausführlichere Erklärung findest du auch in unserem Beitrag „Ist CBD legal in der Schweiz? (Stand 2026)“.
Kann man CBD in der Schweiz online bestellen?
Grundsätzlich können bestimmte gesetzeskonforme CBD-Produkte in der Schweiz online verkauft und gekauft werden.
Als Käufer solltest du allerdings nicht nur auf die Bezeichnung „CBD“ achten.
Wichtig sind unter anderem:
- die genaue Produktkategorie
- der THC-Gehalt
- die Kennzeichnung
- der vorgesehene Verwendungszweck
- die Angaben des Herstellers beziehungsweise Händlers
Besonders bei Produkten aus dem Ausland solltest du vorsichtig sein. Nur weil ein Produkt in einem anderen Land verkauft werden darf, bedeutet das nicht automatisch, dass es auch den Schweizer Vorschriften entspricht.
Die wichtige 1-%-THC-Grenze
Die Schweiz unterscheidet sich in diesem Punkt von verschiedenen anderen europäischen Ländern.
Cannabis mit einem Gesamt-THC-Gehalt von unter 1 % untersteht grundsätzlich nicht dem Schweizer Betäubungsmittelgesetz.
CBD-Blüten, die zum Rauchen bestimmt sind und weniger als 1 % THC enthalten, können beispielsweise legal verkauft und erworben werden.
Die 1-%-Grenze sollte allerdings nicht als allgemeines Qualitätssiegel verstanden werden.
Unter 1 % THC bedeutet nicht automatisch: Dieses Produkt ist in jeder Form und für jeden Verwendungszweck zulässig.
CBD-BlĂĽten: Was gilt?
CBD-reiche Cannabisblüten mit weniger als 1 % THC können in der Schweiz legal verkauft und erworben werden, sofern die jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind.
Gerade bei BlĂĽten ist ein nachvollziehbarer THC-Gehalt deshalb wichtig.
Beim Kauf lohnt es sich, auf transparente Produktinformationen und einen seriösen Schweizer Anbieter zu achten.
Vorsicht bei CBD-Ă–len und Lebensmitteln
Hier wird es deutlich komplizierter.
CBD-haltige Produkte dürfen nicht automatisch als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden.
Cannabinoide wie CBD sowie cannabinoidhaltige Hanfextrakte gelten im Lebensmittelbereich grundsätzlich als neuartige Lebensmittel (Novel Food).
FĂĽr deren Inverkehrbringen als Lebensmittel ist eine entsprechende Bewilligung notwendig.
Das bedeutet auch: Ein Produkt kann weniger als 1 % THC enthalten und trotzdem nicht als Lebensmittel zulässig sein.
Gerade bei vermeintlichen CBD-Nahrungsergänzungsmitteln sollte deshalb genau auf die tatsächliche Produktkategorie geachtet werden.
CBD-Kosmetik: Wieder andere Vorschriften
Auch bei Kosmetik gelten eigene Regeln.
CBD kann unter bestimmten Voraussetzungen in kosmetischen Produkten eingesetzt werden. Entscheidend sind dabei unter anderem Zusammensetzung, Zweckbestimmung und die Einhaltung der entsprechenden Kosmetikvorschriften.
Die Produktbezeichnung allein sagt deshalb wenig darĂĽber aus, ob ein CBD-Produkt korrekt in Verkehr gebracht wurde.
Ein „CBD-Öl“ kann beispielsweise rechtlich völlig anders beurteilt werden, je nachdem, ob es als Lebensmittel, Kosmetik, Chemikalie oder Arzneimittel angeboten wird.
CBD aus dem Ausland bestellen
Bei Bestellungen aus Deutschland, der EU oder anderen Ländern ist besondere Vorsicht angebracht.
Die dort geltenden Vorschriften können von den Schweizer Regelungen abweichen.
PrĂĽfe deshalb vor einer Bestellung insbesondere:
- Wie hoch ist der THC-Gehalt?
- Um welche Produktkategorie handelt es sich?
- Ist der Verwendungszweck eindeutig angegeben?
- Entspricht das Produkt den Schweizer Vorschriften?
- Gibt es nachvollziehbare Hersteller- und Produktinformationen?
Ein ausländischer Online-Shop richtet sein Sortiment schließlich nicht zwangsläufig nach Schweizer Recht aus.
„Dort legal erhältlich“ bedeutet nicht automatisch „problemlos in die Schweiz importierbar“.
Woran erkennt man einen seriösen CBD-Shop?
Beim Online-Kauf sollte nicht ausschlieĂźlich der Preis entscheiden.
Ein seriöser Anbieter sollte transparent kommunizieren, was tatsächlich verkauft wird.
Achte beispielsweise auf:
Klare Produktbezeichnung
Es sollte ersichtlich sein, um welche Produktart es sich handelt und wofĂĽr sie vorgesehen ist.
Nachvollziehbare Inhaltsangaben
CBD- und insbesondere THC-Angaben sollten verständlich dargestellt werden.
Herstellerinformationen
Herkunft und Hersteller beziehungsweise verantwortlicher Anbieter sollten nachvollziehbar sein.
Keine dubiosen Heilversprechen
Aussagen wie „heilt Schmerzen“, „beseitigt Angstzustände“ oder ähnliche medizinische Versprechen solltest du kritisch betrachten.
Vollständige Anbieterinformationen
Ein professioneller Shop sollte transparent darĂĽber informieren, wer hinter dem Angebot steht.
Vorsicht mit Gesundheitsversprechen
CBD wird im Internet mit zahlreichen gesundheitlichen Wirkungen in Verbindung gebracht.
Hier ist ZurĂĽckhaltung angebracht.
Die medizinische Wirkung von CBD ist in vielen Anwendungsbereichen noch nicht ausreichend erforscht. Gleichzeitig gelten fĂĽr Arzneimittel und gesundheitsbezogene Werbeaussagen besondere gesetzliche Anforderungen.
Ein frei verkauftes CBD-Produkt sollte deshalb nicht automatisch mit einem medizinisch zugelassenen Präparat gleichgesetzt werden.
Kann CBD beim Autofahren problematisch sein?
Auch bei legal erhältlichen Cannabisprodukten ist beim Straßenverkehr Vorsicht sinnvoll.
CBD selbst gilt zwar nicht als berauschend. CBD-Produkte können jedoch geringe Mengen THC enthalten.
Wer ein Cannabisprodukt konsumiert und anschließend ein Fahrzeug führt, sollte deshalb nicht einfach davon ausgehen, dass die Legalität des Produkts automatisch bedeutet, dass das Fahren unproblematisch ist.
Im Zweifel gilt: Nach dem Konsum lieber nicht fahren.
Häufige Fragen zu CBD in der Schweiz
Darf ich CBD in der Schweiz kaufen?
CBD unterliegt selbst nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Cannabisprodukte mit weniger als 1 % THC fallen grundsätzlich ebenfalls nicht darunter. Ob ein konkretes CBD-Produkt verkauft werden darf, hängt jedoch zusätzlich von seiner Produktkategorie und den dafür geltenden Vorschriften ab.
Sind CBD-BlĂĽten in der Schweiz legal?
CBD-reiche Cannabisblüten mit weniger als 1 % THC können in der Schweiz legal verkauft und erworben werden, wenn die einschlägigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind.
Ist jedes CBD-Ă–l legal?
Nein. Die Bezeichnung „CBD-Öl“ allein sagt nichts über die rechtliche Zulässigkeit aus. Entscheidend sind Zusammensetzung, Zweckbestimmung und Produktkategorie.
Darf CBD als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden?
CBD und cannabinoidhaltige Hanfextrakte gelten grundsätzlich als neuartige Lebensmittel. Für das Inverkehrbringen als Lebensmittel ist eine entsprechende Bewilligung erforderlich.
Darf ich CBD aus Deutschland in die Schweiz bestellen?
Hier sollte jedes Produkt einzeln geprĂĽft werden. Die Vorschriften des Herkunftslandes entsprechen nicht automatisch den Schweizer Vorschriften. Besonders THC-Gehalt und Produktkategorie sind zu beachten.
Fazit: Beim CBD-Kauf nicht nur auf „unter 1 % THC“ achten
CBD kann in der Schweiz legal erhältlich sein – trotzdem ist die Rechtslage differenzierter, als es auf den ersten Blick erscheint.
Die wichtigste Faustregel lautet:
Weniger als 1 % THC bedeutet grundsätzlich, dass ein Cannabisprodukt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Es bedeutet aber nicht automatisch, dass das Produkt unabhängig von seiner Kategorie frei verkauft werden darf.
Wer CBD bestellt, sollte deshalb auf den THC-Gehalt, die Produktkategorie, eine transparente Kennzeichnung und einen seriösen Anbieter achten.
Besondere Vorsicht ist bei vermeintlichen Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Bestellungen aus dem Ausland angebracht.
👉 Wenn du mehr über die grundsätzliche Rechtslage erfahren möchtest, lies auch unseren Beitrag „Ist CBD legal in der Schweiz? (Stand 2026)“.